Videos von Cat Ballou

von 27. November 2015BANDS.koeln, Videos

Cat Ballou ist anders als die meisten Bands in der kölschen Mundart. Sie schaffen den Spagat zwischen Ska, Popeinflüssen und dem Karneval bestens und schrieben nebenbei noch die beste Köln-Hymne „Et jitt kei Wood“ (es gibt kein Wort) der letzten Jahre. Ihre Videos sind lebensbejahend und das Video zu dem Song „An‘t Meer“ lässt uns zu einem sofortigen Urlaubsaufbruch ans Meer verführen.

„Die Stääne stoon joot“ gibt jedem die Grußbotschaft mit: Lebe dein Leben, sei bereit, dich zu bewegen und denke positiv! „Morjens öm Vier“ ist genau das Gegenteil; in wie vielen Kneipen gibt es einsame Gestalten, auf die zu Hause nichts wartet. Alles zu hören auf der famosen CD „Lokalpatriot“ (außer die Stääne stoon joot); schon dieser Titel ist klasse.Im November 2015 ist der dritte Longplayer mit dem Titel „Mir jetz he!“ erschienen. Daraus ist der beschwingende Partysong „Immer immer widder“ auch als Video erschienen. Aber schaut selbst …

Immer immer widder (2015)

Cat Ballou liebt einfach das Bad in der Menge, und der neue Song ist Ende November, also in der aktuellen Karnevalssession 2015/2016 erschienen. Einfach Party feiern, und sich auf die närrische Zeit freuen, so wird Tradition geläävt. Hier in Köln, singen wir die kölschen Lieder und erfreuen uns des Lebens. Eine einfache Botschaft, aber ein beschwingendes Lied mit fröhlichen Menschen. So soll dies sein im Karneval.

Die Stääne stoon joot (2014)

Einfache Stilmittel können Emotionen bewirken. Ein Paar mit einer kleinen Sternen-Taschenlampe, das sich auf der Brücke trifft und zusammen losläuft durch die nächtliche Stadt. Auch die aufsteigenden kleinen Glühbirnen symbolisieren, überall in der Stadt gibt es ein Menschenleuchten, und wir sind nicht allein. Die Musik dazu erinnert mich irgendwie an Coldplay, ein richtig fetter Sound mit kölschen Texten. Also ich geh dann mal aus, und schaue, was passiert!

An’t Meer (2013)

Die Kölner sind reiselustig, auch wenn sie ständig besingen, dass sie in der schönsten Stadt der Welt leben. Irgendwann muss man halt raus aus dem Alltag, besorgt sich vielleicht einen alten, giftgrünen VW-Bus, packt ein paar Freunde mit ein und fährt einfach mal ans Meer. Ab über die Deutzer Brücke an den Kranhäusern vorbei, mal den Dom vergessen und der Sonne hinterherfahren. Und wenn du dann an den Dünen stehst, willst du nur noch in das kühle Nass. Aber Vorsicht, Jungs und Mädels, nicht die Sonnencreme vergessen. Und danach vielleicht einen Sommersong von Cat Ballou hören …

Morjens öm Vier (2013)

Du kannst natürlich deinen Urlaub in der Kneipe verbringen; wenn das täglich passiert, kann dies sehr öde werden. Als Einzelerlebnis sehr spannend, vor allem im Sommer, wenn es nach Vier so langsam hell wird und die Vögel zu zwitschern beginnen. Dies hat was, aber der frühe Vogel, der den Wurm fängt, wird man nicht, denn nach dem Ins-Bett-fallen beginnt dann gewöhnlich nach größerem Biergenuss der Schlaf. Anders gestaltet sich dies jedoch, wenn die nächtliche Kneipenaktivität eine attraktive Bekanntschaft mit sich zieht. Haben wir doch alle irgendwie mal erlebt, oder?

Hück steiht de Welt still (2013)

Komm nimm mich mit, der Moment ist hier und jetzt, und ein Augenblick kann für die Ewigkeit sein; zahlreiche Liebesromane sind darüber geschrieben worden, in denen kein zweiter, geheimer Schlüssel vorhanden war. Der Song lässt offen, ob es sich um Liebelei oder einfach nur in der Gegenwart gelebte, entschleunigte Lebensfreude handelt, und dies gut so. Die banale Pinkelszene am Anfang des Videos hätte nicht sein müssen; entwertet jedoch nicht einen sehr guten, lebensbejahenden Song. Mit Freunden einen außergewöhnlichen Moment zu erleben, davon hat Cat Ballou sich in den letzten Jahren genügend erfreuen können. Und wenn ein Mensch durch eine Tür in dein Leben eintritt und die Welt plötzlich still steht, tja, dann hat es dich wohl erwischt …

Et jitt kei Wood (2012)

Dieser Song platzte 2012 in die Kölner Musikszene, genauso wie 2011 das „Pirate“ Lied von Kasalla, wie ein Blitzschlag hinein. Einfach nur „bom“, da bin ich, mit der Aussage, bin Kölner und Lokalpatriot. Damit hat Cat Ballou die Kölner Herzen und die kölsche Seele berührt. Was sagt dieser Song aus? Egal, wo ich bin, ich denke an meine Heimatstadt, an die Menschen, die dort leben, die mit mir reden, lachen, lieben und weinen. Und dies muss nicht Köln sein, sondern irgendeine Stadt auf dieser Welt. Dies sollte uns immer und immer wieder bewusst sein, überall sind Menschen mit ihrer Heimat verbunden; dies ist kein kölsches ureigenes Gefühl, dies gibt es überall. Da ich aber in Köln aufgewachsen bin und lebe, liebe ich dieses Lied sehr!

Schreib einen Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu