Ein Blick auf die Jahrescharts des abgelaufenen Jahres zeigt: Einheimische Musiker sind sehr beliebt. Sieben der zehn erfolgreichsten Alben 2013 stammen von Musikern aus Deutschland.

Musik aus Deutschland heißt nicht automatisch „Musik auf Deutsch“, aber deutschsprachige Lieder wurden letztes Jahr oft gekauft. Die Marktforscher von media control haben kürzlich die Musik-Jahrescharts 2013 veröffentlicht. Sieben der in den Top 10 platzierten Alben stammten voriges Jahr aus Deutschland.

Damit setzt sich ein Trend fort, der beispielsweise 2012 dazu führte, dass 14 Alben aus den Top 20 von einheimischen Musikern stammen – mehr als jemals zuvor! Überdurchschnittlich stark in den deutschen Charts vertreten waren voriges Jahr Künstler aus dem Bereich Schlager.

Nummer-eins-Album von Helene Fischer

Da passt es, dass „Farbenspiel“ von Helene Fischer das mit Abstand erfolgreichste Album des Jahres wurde. „Atlantis“ und „Abenteuer“ von Genre-Kollegin Andrea Berg belegen in den Jahrescharts 2013 die Ränge drei und fünf. 45 Alben der Top-100-Jahrescharts 2013 wurden von Künstlern aus Deutschland aufgenommen. Wer hätte in den 80ern oder 90ern erwartet, dass noch mal eine Zeit kommen würde, in der bald jeder zweite Longplayer von einem einheimischen Musiker stammt?

Der zweite Platz in den Album-Jahrescharts 2013 ging an Robbie Williams, für den es sich auszahlte, bei „Swings Both Ways“ an Traditionen angeknüpft zu haben, anstatt aktuellen Trends gefolgt zu sein. Überraschend war sein gutes Abschneiden nicht, denn Robbie Williams knüpfte mit seinem aktuellen Album an den Erfolg von „Swing When You’re Winning“ aus 2001 an. Den vierten Platz belegt „Mit den Gezeiten“ von Santiano, also wieder eine einheimische Band.

Als zweites besonders beliebtes Genre ist Hip-Hop zu nennen. Das erfolgreichste Album aus diesem Segment schaffte es allerdings nicht in die Top 10, sondern nur auf Position 13: „The Marshall Mathers LP 2“ von Eminem. Unter den deutschen Rappern war Casper der erfolgreichste. „Hinterland“ belegt in den Jahrescharts 2013 Platz 20. Der bestplatzierte Soundtrack gehört zu Quentin Tarantinos „Django Unchained“, der übrigens in den Kinocharts des Jahres den zweiten Platz belegt.

Bei den Singles liegen Musiker aus anderen Ländern vorn

Bei den Singles ist dagegen kein Hit aus Deutschland ganz oben vertreten: Der Sommerhit 2013 ist gleichzeitig die Nummer eins der Single-Jahrescharts 2013: „Wake Me Up“ von Avicii. Zehn Wochen führte der Track die Single-Charts an.

„Blurred Lines“ von Robin Thicke feat. T. I. & Pharrell steht auf Rang zwei und „Scream & Shout“ von will.i.am feat. Britney Spears auf Rang drei. >>“Get Lucky“ von Daft Punk feat. Pharrell Williams, das neben „Wake Me Up“ und „Blurred Lines“ der dritte große Anwärter auf den Titel „Sommerhit des Jahres“ war, nimmt die vierte Stelle ein“, berichtet media control in der Presseinfo. >>Eine der größten Neuentdeckungen des Musikjahres war Mike Rosenberg alias Passenger. Der sympathische Brite serviert unprätentiösen, gefühlvollen und authentischen Singer-Songwriter-Pop und notiert mit seinem Hit „Let Her Go“ auf Position fünf.<<

Welches sind Eure persönlichen Favoriten aus 2013? Ohne Frage das beste Album des Jahres ist für meinen Geschmack „Doubleback: Evolution of R&B“ von Joe, das hierzulande nur Kennern bekannt sein dürfte, in den USA aber immerhin direkt auf Platz eins in die Black Music Album Charts einstieg.

Author Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter natürlich Musik sowie Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Black Music Website rap2soul.de. Bei METAMA übernehme ich neben der Betreuung der Website auch Aufgaben im kreativen Bereich sowie im Marketing.

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