Verschenkt Ihr zu Weihnachten etwas aus dem Bereich Musik? Wenn ja – dann ist es bestimmt eine CD. Das würde ich sagen, wenn ich raten müsste, denn auch im Jahr 2012 ist die CD in diesem Bereich immer noch mit Abstand die Nummer eins unter den Musikgeschenken.

Und es gibt noch mehr Wissenswertes rund um Musikgeschenke an Weihnachten 2012, denn der Bundesverband Musikindustrie hatte TNS Emnid mit einer bevölkerungsrepräsentativen Erhebung zu diesem Thema betraut. Doch zuerst noch mal zur CD: Satte 69 Prozent derjenigen, die ein Geschenk aus dem Musikbereich im Auge haben, entscheiden sich dieses Jahr für eine Standard-Musik-CD.

Musik-CD hat hohen Stellenwert

Warum ich nicht einfach „CD“ schreibe, hat folgenden Grund: 26 Prozent haben vor, jemandem an Weihnachten Sondereditionen mit CDs oder DVDs zum Geschenk zu machen. Musik-CDs insgesamt kommen damit sogar auf einen noch höheren Wert als 69 Prozent. >>Das unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert der Silberscheibe, die nach wie vor rund zweidrittel des Musikmarktumsatzes ausmacht<<, heißt es heute in einer Presseinfo vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) e. V. Diese Sondereditionen liegen in der Rangliste der häufigsten Musikgeschenke an Weihnachten 2012 indes nur auf dem vierten Rang.

Grafik: BVMI mit Daten der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH

Grafik: BVMI mit Daten der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH

Platz zwei belegen Konzerttickets, mit denen 58 Prozent der Musik-Verschenker jemandem eine Freude machen wollen. Auf den dritten Platz kommen Musik-DVDs (ohne Sondereditionen).

Digitale Musik wird selten verschenkt

Und was ist mit Musik in digitaler Form? Deren Bedeutung nimmt zwar allgemein stark zu, doch wenn Musik verschenkt wird, wollen die meisten Menschen den Beschenkten anscheinend etwas in die Hand geben – etwas zum Einpacken und auf das sich eine Schleife kleben lässt. Download-Gutscheine kommen unter den Musikgeschenken an Weihnachten den Angaben aus der Befragung zufolge nur auf 11 Prozent, Abo-Gutscheine für Streaming-Portale sogar auf lediglich 2 Prozent.

„Trotz der medialen Aufmerksamkeit auf die neuen Streaming-Angebote sowie auch dem deutlichen Anstieg im Bereich der Musikdownloads ist Musik zum Anfassen auch im digitalen Zeitalter nicht aus der Mode gekommen ist“, kommentiert Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, die aktuelle Umfrage. Hierfür spreche außerdem der Anteil jener, die 2012 eine Schallplatte als Weihnachtsgeschenk aussuchen. Das sind 7 Prozent unter den Musik-Verschenkern. „Das zeigt, dass die Vielfalt im Angebot auch unter dem Weihnachtsbaum angekommen ist.“

Schallplatten werden 2012 unter deutschen Weihnachtsbäumen also deutlich öfter zu finden sein als Gutscheine für Streaming-Abos. Dabei hat das Abo eines Musik-Streaming-Portals wie Rdio, Spotify, JUKE, Deezer, Musicload, Music Unlimited, Napster oder etwa Xbox Music einen gewaltigen Vorteil: Man kann nicht am Musikgeschmack des Empfängers vorbei schenken. Der aus Deutschland stammende Anbieter simfy beispielsweise durchbrach kürzlich die 20-Millionen-Songs-Marke. Wenn da nicht einiges für den Beschenkten dabei ist, mag er wahrscheinlich gar keine Musik…

Author Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter natürlich Musik sowie Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. Mit einem meiner Radiokollegen gründete ich bereits 2002 die Black Music Website rap2soul.de. Bei METAMA übernehme ich neben der Betreuung der Website auch Aufgaben im kreativen Bereich sowie im Marketing.

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